Eingang der RüBühne

Willkommen auf unseren Internetseiten.

Als jüngstes Theater in Essen schafft die RÜ-BÜHNE seit 2006 Raum für ambitioniertes Schauspiel. In unserem Programm finden sich Eigenproduktionen des ca. 25 Mitglieder umfassenden Hausensembles aus Essen und benachbarten Städten des Ruhrgebietes, ...

mehr ...

Adresse

Die Bühne e.V.
Girardetstraße 2-38
45131 Essen

Tel.: 0201 - 38 46 766
Kontaktformular

im Girardet-Haus,
Eingang 6 unten
(neben Health City)
ausreichend Parkplätze in unmittelbarer Nähe vorhanden

Presse

Pfeil  2012
Pfeil  2011
  • Rü-Bühne setzt verstärkt auf Comedy

    16.01.2011, Gordon K. Strahl

    Rüttenscheid. Fünf Jahre alt wird die Rü-Bühne: Das freie Theater im Girardet-Haus will künftig noch stärker die Comedy-Sparte bedienen, um somit die Lücke zu schließen, die das Satiricon hinterlassen hat.

    weiterlesen

  • Freie Theater in Essen setzen auf Komödien

    14.01.2011, Gordon K. Strahl

    2011 wollen die freien Theater in Essen vor allem mit Komödienstoffen die Ränge füllen. Das Stramanns ließ sich von "Ganz oder gar nicht" inspirieren, auf der Rü-Bühne gastiert das "Theater Dialog" und im Theater Courage wird's frivol.

    weiterlesen

  • RÜ BÜHNE im Kulturmagazin "Scala" vom WDR 5

    07.01.2011, Detlef Fuchs

    RÜ BÜHNE im Girardet Haus | Das Programm der RÜ-BÜHNE, ist so attraktiv, abwechslungsreich, unterhaltsam, spannend, außergewöhnlich und überraschend, dass auch mittlerweile das Kulturmagazin "Scala" im WDR 5 auf die RÜ BÜHNE aufmerksam geworden ist.

    weiterlesen

Pfeil  2010
  • Neuer RüMix

    08.12.2010, galerie 2

    Detlef Fuchs, Chef der Rü-Bühne, hat gute Nachrichten:
    "Die Zuschauerzahlen steigen. Das Theater ist immer öfter ausverkauft."

    weiterlesen

Pfeil  2009
  • Absurde Formen, spannende Bilder

    22.11.2009, Gordon K. Strahl

    Der Inszenierungskurs der RÜ-BÜHNE hat sich an die Bearbeitung von Roger Willemsens aktuellem Werk "Der Knacks" gewagt. Damit zeigt das Ensemble Mut zu sperrigen Stoffen ? und schafft es durchaus, einen solchen in unterhaltsame Bilder umzusetzen, wie die Premiere am Wochenende bewies.

    Roger Willemsen war in den 90ern der Vorzeigeintellektuelle im Fernsehen. Was er zu sagen hatte, musste zwar nicht jeder verstehen, aber es wurde heftig diskutiert ? zumindest von den verschiedenen Feuilletons. Inzwischen langweilt ihn das Fernsehen, zu sagen hat er aber noch genug ? in Buchform.

    Der Knacks und das Scheitern

    Sein Werk "Der Knacks" handelt vom Scheitern. So wie ein Riss einen Krug unbrauchbar machen kann, so kann ein Ereignis, ein "Knacks", das eigene Leben aus der Bahn werfen. Mit dieser Grundthese, der Willemsen in seinem philosophischen Werk nachgeht, hat sich der Inszenierungskurs der RÜ-BÜHNE beschäftigt. In dem Stück "Knacks - Und die Welt sieht anders aus" baute er eine Szenerie in der Wartehalle eines Flughafens auf.

    Sensibler Parfümeur und verschrobene Alte

    Hier treffen Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können: Eine kühle Geschäftsfrau, ein sensibler Parfümeur, ein schüchternes Mädchen, ein seriöser Businesstyp, ein zweifelnder Mit-Vierziger, ein extrovertierter Kumpeltyp, eine verschrobene Alte, eine provozierende Lesbe. Da so ziemlich jeder Flug Verspätung hat, beginnen die Passagiere langsam miteinander zu kommunizieren. Diese Interaktionen, die viel über die Wünsche und Sorgen der Einzelnen verraten, nehmen zunehmend absurdere Formen an, bis das Geschehen aus den Fugen gerät.
    Regisseur Matthias Kraus konzentriert sich auf die Lenkung seines Ensembles und findet dabei auch spannende Bilder. Schade, dass er weitestgehend auf den Einsatz von Musik und Lichtstimmungen verzichtet.

  • Sprache als Folterwerkzeug

    07.05.2009, Gordon K. Strahl

    Rüttenscheid. Harold Pinter gehört wohl zu den umstrittensten Autoren, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat.

    Besonders deutlich wurde das, als dem damals 75-Jährigen 2005 der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde: Während auf der anderen Seite Kritiker und Kollegen diese Entscheidung als "längst überfällig" bejubelten, taten sie andere als "Fehlentscheidung" ab. Nicht mehr zeitgemäß sei der Autor. Tatsächlich findet man zumindest hierzulande den im vergangenen Dezember verstorbenen Engländer nur selten auf Spielplänen.

    Detlef Fuchs, Chef der RÜ-BÜHNE im Girardethaus, kümmert sich jedoch nicht um Trends. Im Gegenteil: "Es gehört zur Politik unseres Hauses, in Lücken zu huschen und gerade Autoren zu spielen, die woanders nicht stattfinden."

    Und da passt Pinter genau ins Schema. Mit "Die Geburtstagsfeier" steht bereits ein prominentes Frühwerk des Autoren, der neben Beckett und Ionesco als Mitbegründer des absurden Theaters gilt, auf dem Spielplan. Am Freitag, 15. Mai, ist das Jahresprojekt des Schauspielkurses der RÜ-BÜHNE letztmalig zu sehen. Es macht Platz für "An anderen Orten", einem Pinter-Stück, welches eigentlich aus fünf voneinander unabhängigen Kurzdramen besteht. Drei dieser Einakter hat Detlef Fuchs ausgewählt, um sie auf seiner RÜ-BÜHNE zu inszenieren.

    Und zwar in zwei Teilen: Denn zwei der Stücke seien zu schwer, um sie an einem Abend zu präsentieren. "Das wäre dem Publikum nicht zumutbar gewesen", so Fuchs. Nur "Familienstimmen" ist an jedem Abend zu sehen. Der Einakter steht in der Tradition früher absurder Komödien Pinters wie "Der stumme Diener" und bietet trotz der ernsten Thematik genug Raum für komische Momente. Das Kurzdrama stellt eine Familie in den Mittelpunkt, die unfähig ist, untereinander zu kommunizieren. "Mutter und Sohn nehmen den Vater buchstäblich nicht wahr, obwohl er ihnen gegenübersteht", erläutert Fuchs. Mehr noch: Die Mutter redet von ihrem Gatten, als ob dieser verstorben sei.

    Diesem Stück geht am ersten Abend das Psychodrama "Eine Art von Alaska" voraus: Deborah erwacht darin aus einem 29 Jahre lang anhaltenden Tiefschlaf ? mit 16 ist sie einer rätselhaften Schlafsucht verfallen. Weder sie, noch ihr Arzt oder ihre Schwester können mit der Situation umgehen. Folter ist das Thema des Stücks "Noch einen Letzten" , das am Samstag erstmals aufgeführt wird. Eine Familie wird ohne ersichtlichen Grund einem intensiven Verhör unterzogen. "Als Folterwerkzeug dient dem Beamten die Sprache", so Fuchs. Der Folterer genieße seine Allmacht.

    Gerade dieses Stück wecke unmittelbare Erinnerungen an jüngst vergangene Ereignisse in Guantánamo. "Was daran nicht zeitgemäß sein soll, weiß ich beim besten Willen nicht", entkräftet Fuchs die Pinter-Kritiker. Die beiden anderen Dramen seien aber mit ihrer Thematisierung von Isolation und Kommunikationsproblemen ebenso aktuell.

    2010 sollen auch die restlichen beiden Stücke der Kurzdramensammlung folgen. Schließlich plant Fuchs eine Pinter-Nacht, bei der neben allen fünf Teilen von "An anderen Orten" auch "Die Geburtstagsparty" noch einmal aufgeführt werden soll.

    Termine: 8. und 9. Mai, 12. und 13. Juni, 20 Uhr, RÜ-BÜHNE, Girardetstraße 2-38. Karten: 384 67 66.